Für Beschattungsspezialisten liegt der Schwerpunkt traditionell auf dem Schutz vor Sonnenlicht. Terrassenüberdachungen werden oft als Ergänzung zu diesem Angebot betrachtet. Inzwischen entwickelt sich diese Produktgruppe jedoch zu einem vollwertigen Teil des Sortiments, mit eigener Dynamik und unterschiedlichen Anforderungen an Beratung und Ausführung.
Terrassenüberdachungen dienen schon lange nicht mehr nur der Beschattung. Sie wird immer mehr zu einem Lebensraum, zu einer Erweiterung des Wohnzimmers. Das spiegelt sich auch in der Bewerbung wider. Während früher eine Überdachung vor allem im Sommer genutzt wurde, liegt der Schwerpunkt jetzt auf einer längeren Nutzungsdauer. Der Schutz vor Wind und Regen fällt stärker ins Gewicht, ebenso wie die Möglichkeit, den Raum abzuschotten. Screens und Glaswände werden zunehmend integriert.

Wenn sich Terrassenüberdachungen verändern, wird auch ihre Ausführung anders, komplexer. Die Realisierung einer Terrassenüberdachung erfordert immer häufiger die Koordination mit anderen Disziplinen, von der Elektrotechnik bis zum Fassadenbau. Eine Überdachung mit Beleuchtung und automatisierten Jalousien wird oft Teil eines Smart-Home-Systems, so dass Entscheidungen schon früher im Prozess getroffen werden müssen. Wer erst bei der Installation an die Verkabelung oder Steuerung denkt, stößt an Grenzen.
Diese umfassendere Rolle stellt unterschiedliche Anforderungen an die Hersteller und an die Sonnenschutzspezialisten. Welche Terrassenüberdachungen wollen Sie anbieten und wie weit gehen Sie bei der Integration, Individualisierung oder Veredelung? Bei der Wahl der Marke geht es also nicht nur um den Preis oder die Lieferzeit, sondern auch darum, inwieweit die Systeme mit zusätzlichen Funktionen wie Sichtschutz, Beleuchtung und Seitenwänden kombiniert werden können. Die Überdachung sollte nicht nur funktional, sondern auch optisch überzeugen.

Auch das Erscheinungsbild der Fassade wird sich verändern. Terrassendächer werden in Farbe, Abmessungen und Detaillierung stärker auf die Architektur des Hauses abgestimmt. Schlankere Profile und ruhigere Formen sorgen dafür, dass die Konstruktion weniger präsent ist und sich besser in das Gesamtbild einfügt.
Damit kommen auch andere Gestaltungsentscheidungen ins Spiel. Die Position im Verhältnis zur Fassade, die Sichtachsen vom Haus aus und der Übergang zwischen innen und außen bestimmen zunehmend das Endergebnis. Die Überdachung steht nicht mehr allein im Garten, sondern ist Teil des Gesamtbildes.
Für die Beschattungsspezialisten bedeutet dies eine deutliche Verschiebung. Nicht das Produkt steht im Mittelpunkt, sondern die Nutzung des Raumes. Dies erfordert Kenntnisse über Systeme, Anwendung und das Zusammenspiel von Funktionen im Design.
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