Eine Beschichtung soll eine Oberfläche nicht nur verschönern, sondern vor allem so lange wie möglich schön und geschützt halten. Genau hier setzt Nachhaltigkeit an, meint Erwin Kleuters, Geschäftsführer von IGP Benelux. Doch IGP blickt mittlerweile über die reine Lebensdauer hinaus. Mit IGP-HWFsmart 59 und der darauf folgenden Biosource-Variante konzentriert sich der Schweizer Spezialist für Pulverbeschichtungen auch darauf, die Umweltbelastung durch die Beschichtung selbst sowie durch den Auftragungsprozess zu reduzieren. Das Ziel: hohe Qualität mit einem immer geringeren Energie- und Rohstoffverbrauch zu verbinden.
IGP-HWFsmart 59 bringt die Low-Cure-Technologie in das höchste Qualitätssegment. Die extrem langlebige Pulverbeschichtung härtet bereits bei einer Objekttemperatur von 160 °C nach 15 Minuten vollständig aus. Anwender können dadurch die Ofentemperatur senken und Energie sparen oder die Durchlaufzeit verkürzen und ihre Produktionskapazität steigern. Oftmals liegt der Vorteil laut Kleuters gerade in der Kombination. "Wenn die Temperatur beispielsweise während der Aushärtung um 10 Grad gesenkt werden könnte (ca. 6% Energieeinsparung), könnte die Verweildauer in den Öfen möglicherweise verkürzt werden, wodurch sich die Prozessgeschwindigkeit erhöht.”
Dadurch sinken nicht nur der Energieverbrauch und die Umweltbelastung, sondern auch die Verarbeitungskosten. Diese Kombination macht eine hochwertige Beschichtungsqualität für ein breiteres Anwendungsspektrum wirtschaftlich zugänglicher. Das große Aushärtungsfenster sorgt zudem für eine hohe Farb- und Glanzstabilität, auch bei wechselnden Prozessbedingungen. Das erhöht die Prozesssicherheit und vereinfacht die Produktion.
Auch nach dem Beschichtungsprozess bietet HWFsmart 59 zahlreiche Vorteile. Die erhöhte Kratzfestigkeit verringert das Risiko von Beschädigungen während der Produktion, des Transports und der Montage. Der integrierte DURAclean-Effekt reduziert zudem die Schmutzanhaftung und ermöglicht längere Reinigungsintervalle. Weniger Reparaturarbeiten, Wartungsaufwand und Reinigungsmittel tragen somit zu günstigeren Gesamtbetriebskosten bei.Für Kleuters gehört dies ausdrücklich zur Nachhaltigkeit. Eine Beschichtung soll nicht nur für einen lang anhaltenden Erhalt von Farbe und Glanz sorgen, sondern vor allem das beschichtete Produkt so lange wie möglich schützen und damit dessen Lebensdauer verlängern.

Mit IGP-HWFsmart 59 Biosource verlagert sich der Fokus auch auf den Anfang der Lieferkette. Neben den Möglichkeiten zur Energieeinsparung während des Anwendungsprozesses setzt IGP dabei auf den Ersatz fossiler Rohstoffe durch biobasierte und biozirkuläre Alternativen. So werden auch die Umweltauswirkungen auf der Rohstoffseite weiter reduziert, während die äußerst nachhaltige Leistungsfähigkeit erhalten bleibt. ISCC PLUS sorgt für Rückverfolgbarkeit und Transparenz in der Lieferkette. EPDs machen die Umweltauswirkungen nachvollziehbar und nutzbar im Rahmen von Nachhaltigkeitsbewertungen von Gebäuden, darunter BREEAM und LEED.
Letztendlich laufen beide Entwicklungen somit auf denselben Ausgangspunkt hinaus. Kleuters: "Wenn Aluminium und Stahl nicht geschützt werden, will die Natur sie durch Oxidation oder Rost gerne wieder an sich zurückholen. Das versucht man so lange wie möglich zu verhindern – mit möglichst geringem Energie- und Rohstoffaufwand und möglichst geringen Auswirkungen auf die Umwelt."

