Mit „Smart Building“ strebt BREL ausdrücklich eine Anbindung an die Gebäudetechnik an. Dabei werden Motoren, Sensoren und die zentrale Steuerung mit dem Gebäudemanagementsystem vernetzt. Damit verschiebt sich auch die Rolle von BREL: weg von der reinen Lieferung von Antrieben hin zur Mitgestaltung der Sonnenschutzlösung im Rahmen des Gesamtprojekts.
Seit kurzem ist Timo Burlet als Projektmanager bei BREL Smart Building tätig, womit sich BREL stärker auf größere Projekte konzentriert. Seine Aufgabe steht im Einklang mit einem umfassenderen Wandel innerhalb des Unternehmens. “Sonnenschutz wird oft als etwas angesehen, mit dem man ein Problem im Nachhinein löst. Wir wollen hingegen viel früher in den Prozess einsteigen und präventiv arbeiten.”

In der Praxis geht es unter anderem darum, wie der Sonnenschutz innerhalb eines Gebäudes gesteuert wird. Anstatt einzelne Motoren zu bedienen, kann die Steuerung an das Gebäudemanagementsystem gekoppelt werden. So lassen sich Motoren beispielsweise pro Etage oder Gebäudeteil steuern. Sensoren ermöglichen eine automatische Steuerung.
BREL möchte daher bereits in der Vorbereitungsphase bei der Konzeption des erforderlichen Antriebs und der Steuerung mitdenken. “Wenn man ganz am Anfang der Kette steht, kann man gemeinsam mit dem Gebäudemanagementsystem bereits viel Vorarbeit leisten”, sagt Burlet. “Dann muss man nicht im Nachhinein noch alle möglichen Probleme lösen.” Das bedeutet eine andere Position im Bauprozess. Der Sonnenschutz kommt nicht erst ins Spiel, wenn viele technische Entscheidungen bereits getroffen wurden. Indem die Steuerung früher einbezogen wird, kann sie direkt an die übrige Gebäudetechnik angebunden werden.

Ein zweiter Punkt ist die Stromversorgung der Motoren. Viele Projekt-Sonnenschutzanlagen sind noch verkabelt, während BREL sowohl 230-V- als auch Solarmotoren liefert. Letztere sind laut Burlet insbesondere für Renovierungsprojekte interessant. “Bei einer Sanierung möchte man nicht immer erneut Kabel durch ein Gebäude verlegen”, erklärt er. Bei Solarantrieben ist kein Stromkabel für den Motor erforderlich. Das kann den Einbau motorisierter Sonnenschutzsysteme in Bestandsgebäuden erheblich vereinfachen. Bei Neubauten kann die 230-V-Versorgung hingegen von Anfang an in den Installationsplan aufgenommen werden. “Damit sprechen wir wirklich einen ganz anderen Markt an.”
