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Der cleverste Sonnenschutz ist manchmal gerade hochgezogen

Der cleverste Sonnenschutz ist manchmal gerade hochgezogen

Die Sonne scheint und die Jalousien werden heruntergelassen. Diese einfache Regel reicht laut Driekleur-Besturingen immer weniger aus, da Jalousien zunehmend Teil einer umfassenderen Gebäudeautomation werden. An einem warmen Tag möchte man die Sonnenwärme draußen halten, während sie an einem kalten Tag gerade dazu beitragen kann, das Gebäude zu erwärmen.

Diese Entwicklung gewinnt durch die GACS-Anforderungen zusätzlich an Bedeutung. Seit dem 1. Januar 2026 müssen bestehende Nutzgebäude mit Heizungs- oder Klimaanlagen mit einer Leistung von mehr als 290 kW über ein Gebäudeautomations- und Steuerungssystem verfügen. Ab 2030 sinkt dieser Grenzwert auf 70 kW. Auch die Steuerung vorhandener automatischer Sonnenschutzanlagen spielt innerhalb dieses Systems eine Rolle. “Das ist für unsere Branche interessant”, sagt Jethro van Veelen von Driekleur-Besturingen. “Bisher haben wir Sonnenschutz natürlich vor allem dazu genutzt, Wärme fernzuhalten. Nun stellt sich zunehmend die Frage, wie man diesen Sonnenschutz im Rahmen des gesamten Klimakonzepts eines Gebäudes einsetzt.”

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Eine Verknüpfung reicht nicht aus

Das erfordert ein besseres Zusammenspiel zwischen Sonnenschutz und anderen Gebäudeanlagen. Eine Steuerung kann beispielsweise Informationen über die Innentemperatur und den Heiz- oder Kühlbedarf erhalten. Damit lässt sich die Steuerung auf die Vorgänge an anderen Stellen im Gebäude abstimmen. Laut Van Veelen reicht es nicht aus, die Systeme lediglich miteinander zu vernetzen. “Man muss im Voraus festlegen, was der Sonnenschutz mit diesen Informationen tun soll. Sonst hat man zwar technisch eine Verbindung hergestellt, ohne dass das Gebäude dadurch besser funktioniert.”

Der Vorteil liegt dabei nicht nur in einer stärkeren Automatisierung, sondern vor allem in einer besseren Regelung. Eine Fassade, die an einem sonnigen Wintertag gerade Wärme gut gebrauchen kann, erfordert eine andere Reaktion als dieselbe Fassade an einem heißen Sommertag. Auch die Fassadenausrichtung, die Innentemperatur und der Heiz- oder Kühlbedarf können dabei berücksichtigt werden. So wird der Sonnenschutz nicht zu einem eigenständigen Produkt, sondern zu einem aktiven Bestandteil des Gebäudemanagements. Auch die bestehenden Rahmenbedingungen bleiben weiterhin gültig. Fassadenausrichtung, Windlast, die Art des Sonnenschutzes und die Möglichkeiten der Motoren bestimmen, was in der Praxis möglich ist.

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Bestandsbau erfassen

Bei bestehenden Gebäuden besteht eine große Herausforderung darin, was sich im Laufe der Jahre verändert hat. Komponenten wurden ausgetauscht, Gruppen angepasst und Einstellungen geändert, ohne dass dies immer vollständig in der Dokumentation erfasst wurde. “Man muss daher zunächst wissen, was tatsächlich vorhanden ist”, so Van Veelen. “Welche Zone gehört zu welcher Fassade? Welche Sensoren werden verwendet und wie sind die Gruppen aufgebaut? Mit diesem Überblick kann man feststellen, was erforderlich ist, um die Anlage weiter zu automatisieren.”

Damit verändert sich auch die Rolle des Sonnenschutzspezialisten. Gebäudeverwalter und Installationsunternehmen verfügen über Kenntnisse in den Bereichen Klimatechnik und Energieverbrauch, während der Sonnenschutzspezialist weiß, was der Sonnenschutz technisch leisten kann und wie er am besten gesteuert wird. Genau dieses Wissen muss laut Driekleur-Besturingen zusammengeführt werden.

“Einen Motor nach unten zu steuern, das können wir schon seit langer Zeit”, fasst Van Veelen zusammen. “Der nächste Schritt besteht darin, dafür zu sorgen, dass dies genau dann geschieht, wenn das Gebäude es tatsächlich erfordert.” Wer sich weiter darüber unterhalten oder Beispiele aus der Praxis sehen möchte, kann Driekleur-Besturingen während der Zonwering Expo 2026 besuchen.

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