Sobald die ersten sonnigen Tage Einzug halten, kommen automatische Sonnenschutzanlagen wieder voll zum Einsatz. Die Markisen reagieren auf Sonneneinstrahlung, Windlast und Temperaturunterschiede und erfüllen technisch gesehen oft genau die Aufgaben, für die sie eingestellt sind. Dennoch steigt gerade in dieser Zeit auch die Zahl der Anfragen von Nutzern.
Denn eine Anlage kann technisch einwandfrei funktionieren, sich in der Praxis aber dennoch nicht sinnvoll anfühlen. Genau darin liegt laut Driekleur-Besturingen die Herausforderung. Bei automatischen Sonnenschutzsystemen geht es nicht nur um den Anschluss und die Programmierung, sondern vor allem darum, wie sich ein System im täglichen Gebrauch verhält. “Eine Anlage kann technisch einwandfrei funktionieren, während der Nutzer dennoch das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt”, erklärt Jethro van Veelen.


Viele Meldungen entstehen durch die Diskrepanz zwischen Technik und Erwartungen. Ein Schirm fährt später als gewünscht herunter, reagiert auf wechselnde Bewölkung oder fährt hoch, während die Sonne noch scheint. Technisch lässt sich das oft durch Einstellungen für Sonne, Wind, Verzögerungen und Bedienung erklären, aber für die Nutzer erscheint es nicht immer logisch.
Deshalb muss der automatische Sonnenschutz auf das Gebäude und dessen Nutzung abgestimmt werden. Eine Südfassade reagiert anders als eine Westfassade, und ein hohes Gebäude ist anderen Windbelastungen ausgesetzt als ein geschützter Innenhof. Auch die Art des Gebäudes spielt eine Rolle: In Büros geht es vor allem um Arbeitskomfort und die Reduzierung von Blendung, während in Pflegeeinrichtungen Ruhe und Vorhersehbarkeit wichtiger sind. “Automatischer Sonnenschutz ist kein Standardprodukt, das man überall gleich einstellt”, erklärt Van Veelen. “Letztendlich bestimmt die Umgebung, wie eine Anlage reagieren muss.”
Zudem werden Steuerungssysteme immer umfangreicher. Automatische Funktionen kombinieren häufig manuelle Bedienung, witterungsabhängige Steuerungen und Verknüpfungen mit anderen Anlagen. Das bietet zwar Vorteile, macht das Verhalten für die Nutzer jedoch manchmal weniger vorhersehbar.
So ist es wichtig, dass klar ist, ob eine manuelle Steuerung nur vorübergehend erfolgt oder ob die Automatisierung später wieder die Kontrolle übernimmt. Ohne diese Erklärung sieht es manchmal so aus, als würde eine Anlage nicht richtig funktionieren, obwohl sie technisch gesehen genau das tut, was eingestellt ist.

Auch während der Installation und der Abnahme machen kleine praktische Überprüfungen den Unterschied. So ist beispielsweise ein physischer Service-Schalter bei automatisierten Sonnenschutzanlagen nicht nur für eine sichere Wartung vorgeschrieben, sondern auch bei Service- und Kontrollarbeiten von Vorteil.
Nach dem Austausch und der Einstellung eines Motors kann ein Installateur die Markise beispielsweise in der Mitte positionieren. Mit dem Service-Schalter lässt sich anschließend sofort erkennen, ob die Anlage ordnungsgemäß reagiert und die Drehrichtung stimmt. “Kleine Überprüfungen wie diese verhindern viele Diskussionen im Nachhinein”, sagt Jethro van Veelen. “Man sieht sofort, ob alles stimmt.”
Abweichendes Verhalten ist nicht immer auf eine falsche Einstellung zurückzuführen. Manchmal liegt die Ursache in der Kombination der Komponenten. So funktioniert beispielsweise eine bestehende Steuerung über einen Relaiskasten nicht immer reibungslos mit einem neuen Motor mit elektronischer Regelung zusammen. Für die Nutzer sieht es dann so aus, als ob der Sonnenschutz nicht richtig funktioniert, während das Problem in der gegenseitigen Abstimmung liegt.
Laut Driekleur-Besturingen kommt es daher auf das Gesamtsystem an. Motoren, Sensoren, Schalter und Einstellungen müssen zusammen logisch funktionieren. “Letztendlich entscheidet der Nutzer darüber, ob ein System angenehm zu bedienen ist”, sagt Jethro van Veelen. “Automatische Sonnenschutzsysteme funktionieren erst dann wirklich gut, wenn Technik, Einstellungen und praktische Anwendung aufeinander abgestimmt sind.”