Dass gesellschaftliches Engagement keine große Geste sein muss, sondern oft mit einer praktischen Entscheidung am Arbeitsplatz beginnt, beweist Schlappi Markiezen. Das Unternehmen von Dennis Schoormans fand dafür kürzlich große Beachtung im “Brabants Dagblad” sowie in der bekannten Radiosendung „Spraakmakers“ von NPO1. Der Grund? Der Tilburger Markisenhersteller wird dafür geschätzt, wie er Menschen mit Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt eine echte Chance bietet. Dennis dazu: „Das sollte nicht als vorübergehende Gefälligkeit angesehen werden, sondern als vollwertiger Schritt hin zu Arbeit, Struktur und Selbstvertrauen.“

Im Mittelpunkt dieses Artikels im „Brabants Dagblad“ stand René Vermeer. Über das Tilburger Pilotprojekt „Basisjobs“ kam er zu Schlappi Markiezen. Dieses Pilotprojekt richtete sich an Menschen, die gerne arbeiten möchten, für die der reguläre Arbeitsmarkt jedoch aus verschiedenen Gründen keine Selbstverständlichkeit ist. René hatte zuvor im Pflegebereich gearbeitet, war aber nach einer schwierigen Phase arbeitslos geworden. Durch Tätigkeiten im öffentlichen Raum, wie Instandhaltungs- und Aufräumarbeiten in der Stadt, fand er langsam wieder seinen Rhythmus. Danach folgte der Schritt zu Schlappi Markiezen.
Für Dennis war es vor allem wichtig, darauf zu achten, was jemand tatsächlich kann. Er erzählt, dass René nicht einfach in eine bestehende Position versetzt wurde, sondern dass innerhalb des Unternehmens nach einem passenden Platz für ihn gesucht wurde. “Das erfordert natürlich Begleitung, Geduld und manchmal auch Anpassungen seitens der Kollegen. Aber es zahlt sich auch sehr aus”, sagt Dennis. “Für René bedeutete es auf jeden Fall eine großartige neue Perspektive für sein Leben. Für Schlappi Markiezen bedeutete es einen motivierten Kollegen mehr.”

Mittlerweile hat sich René zu einer festen Größe im Unternehmen entwickelt. “Genau aus diesem Grund möchte ich diese Erfahrung gerne mit der Sonnenschutzbranche teilen. Viele Unternehmen in unserer Branche kennen den Druck durch volle Terminkalender, den Arbeitskräftemangel und die Suche nach guten Mitarbeitern. Gerade dann kann es sich lohnen, über das Standardprofil des erfahrenen Monteurs oder Produktionsmitarbeiters hinauszuschauen.”
Laut Dennis liegt darin eine Verantwortung, aber auch eine Chance. Unternehmen sind fest in ihrer Region verankert. Sie beliefern Wohnhäuser, Geschäfte, Schulen und Projekte in der Nachbarschaft. Da ist es nur logisch, auch ein Auge auf die Menschen in derselben Gemeinschaft und auf ihre Möglichkeiten am Arbeitsplatz zu haben.
Dennis fährt fort: “Außerdem haben wir mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass wir bei Menschen, die grundsätzlich eine ‘Distanz zum Arbeitsmarkt’ haben, in keiner Weise Abstriche bei der Qualität der von uns gelieferten Produkte machen müssen. René ist einfach ein vollwertiges Mitglied unseres Teams, das nach wie vor höchste Ambitionen hat und auch die volle Verantwortung für alles übernimmt, was wir in unserer Fabrik tun. Bei uns verlässt kein Markisenprodukt das Haus, mit dem wir nicht zufrieden sind oder das unseren Qualitätsanforderungen nicht entspricht. Und an die Qualitätsanforderungen des Marktes.”