Ein Logo bestellt man bei einer Designagentur. Eine Marke nicht. Dennoch werden diese beiden Begriffe noch überraschend oft miteinander verwechselt. Vielleicht liegt das daran, dass wir gerne an dem festhalten, was wir kennen. Mein persönlicher Favorit? ‘Aber das machen wir doch schon seit Jahren so.’ Sobald ich diesen Satz höre, schrillen bei mir die Alarmglocken.
Als ich vor einigen Jahren bei Verano® als Marketingmitarbeiterin anfing, hatte ich großes Glück: Ich durfte an tollen Kampagnen, Broschüren und Social-Media-Inhalten arbeiten. Mittlerweile bin ich als Brand Marketeerin dafür verantwortlich, wie sich die Marke Verano® präsentiert. Und auf diesem Weg habe ich festgestellt, dass eine Marke eigentlich überraschend wenig mit einem Logo, einer Schriftart oder der Farbwahl zu tun hat. Eine Marke zeigt sich in den Entscheidungen, die man jeden Tag trifft.
Zu diesen Entscheidungen gehört eine einfache Frage: Warum tun wir das eigentlich? Dennoch folgt noch immer etwas zu oft dieselbe Antwort: “Aber das machen wir doch schon seit Jahren so.” Aber liegt das daran, dass es immer noch die beste Lösung ist? Oder daran, dass niemand mehr weiß, warum wir damit überhaupt angefangen haben? Dieser Unterschied ist größer, als man denkt, und unsere Branche bildet da keine Ausnahme. Wir sprechen gerne über Stoffqualitäten, Motoren, Kollektionen und technische Innovationen. Das ist auch logisch, denn darin sind wir gut. Doch währenddessen verändert sich die Welt um uns herum schneller denn je. Wer glaubt, dass Markenaufbau mit einem Logo und einer Broschüre beginnt, hat wahrscheinlich auch noch eine Faxnummer auf seiner Visitenkarte stehen.
Der Verbraucher, der schließlich den Showroom unserer Partner betritt, hat oft schon stundenlang online recherchiert. Er hat Bewertungen gelesen, sich inspirieren lassen und vielleicht sogar schon mithilfe von KI abgefragt, welche Art von Sonnenschutz oder welche Marke am besten zu seinen Wünschen passt. Der erste Showroom befindet sich längst nicht mehr am Rande eines Industriegebiets. Er passt einfach in die Hosentasche.
Deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir nicht nur Sonnenschutz verkaufen. Wir verkaufen Komfort. Schatten an einem heißen Sommertag. Privatsphäre. Energieeinsparung. Letztendlich greift niemand wegen einer Kassette in die Tasche, sondern wegen der Lösung (und der Marke), die am besten zu seinem Leben passt.
Das bedeutet übrigens nicht, dass die Hersteller plötzlich selbst die Verbraucher bedienen müssen. Im Gegenteil. Bei Verano® arbeiten wir über ein Netzwerk von Partnern. Diese beraten, nehmen Maß und kümmern sich um die Montage. Letztendlich sind sie es, die am Küchentisch oder im Showroom den Unterschied ausmachen. Aber genau deshalb investieren wir auch in eine starke Verbrauchermarke. Nicht, um unsere Partner zu überholen, sondern um ihnen zu helfen. Wenn jemand bereits mit einer positiven Einstellung zu einer Marke den Showroom betritt, verläuft das Gespräch nun einmal anders. Um es einmal in Fußballbegriffen auszudrücken, da die WM gerade nicht zu übersehen ist: Wir geben gerne die Flanke, unsere Partner köpfen den Ball dann ins Tor.
Das ist für mich Markenaufbau. Nicht ein Logo, sondern Menschen, die jeden Tag dasselbe Versprechen einlösen. Und vielleicht beginnt das ja mit einer einfachen Frage, wenn das nächste Mal jemand sagt: “Aber das machen wir doch schon seit Jahren so.”