Siebe, die bei einem externen Lieferanten konfektioniert werden, stellen oft einen Engpass bei der schnellen Lieferung von Sieben dar. Durch die Begrenzung des Sortiments und die Organisation der Konfektionierung im eigenen Haus gelingt es Wilms, die Durchlaufzeiten zu verkürzen und unter Kontrolle zu halten.
Marketingmanager Andres Lesire: “Wir haben alle unsere Bestellungen von Leinwänden aus den letzten drei Jahren analysiert. Dabei stellte sich heraus, dass etwa 20% unseres Leinwandangebots mehr als 90% der Bestellungen ausmachten. Deshalb haben wir die ‘Wilms Collection’ mit unseren elf meistverkauften Leinwänden zusammengestellt. Das ist praktisch für unsere Händler, verringert das Fehlerrisiko und erleichtert dem Endkunden die Auswahl. Unser Team aus zehn Vertretern hat dafür gesorgt, dass die neuen Musterkollektionen an unsere Kunden verteilt wurden. Mit einer kurzen Erklärung.”

Wilms beschränkte sich nicht nur auf die Verfeinerung der Kollektion, sondern nahm auch den Produktionsprozess in Angriff. Produktionsleiter Pascal Vandeplas erklärt: “Die Konfektionierung der Siebdruckschirme erfolgte in der Vergangenheit durch einen externen Lieferanten in Westflandern. Das hatte erhebliche Auswirkungen auf unsere Produktion. So waren wir vom Lagerbestand und der Planung unseres Lieferanten abhängig. Wir verloren viel Zeit mit dem Transport. Das machte es sehr schwierig, wenn schnell reagiert werden musste.”
Deshalb beschloss Wilms, eine eigene Konfektionswerkstatt für seine Screen-Stoffe aufzubauen. Neben der Anschaffung einer hochmodernen Schneidemaschine und Schweißgeräten investierte Wilms in die Ausbildung eines spezialisierten Teams. Die ersten beiden Mitarbeiter wurden extern geschult und arbeiteten anschließend intern mit den anderen Kollegen zusammen.
Nach sechs Monaten ist die Abteilung stark gewachsen, ergänzt Vandeplas: “Wir haben mit drei Mitarbeitern begonnen, mittlerweile arbeiten wir in zwei Schichten mit jeweils vier Schattenmeistern und es gibt Spielraum für ein Wachstum auf zwölf Mitarbeiter. Je nach Nachfrage und Abmessungen produzieren sie heute zwischen 100 und 120 Screen-Stoffe pro Tag.”