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Vitrona hilft bei der Entwicklung von Lehrmaterial für die Mechanik des Sonnenschutzes

Vitrona hilft bei der Entwicklung von Lehrmaterial für Sonnenschutzmechanik

Der Beruf des Markisentechnikers erhält endlich einen Platz in der höheren Berufsbildung. Dank der Zusammenarbeit zwischen dem Berufsverband Romazo, dem Ausbildungsentwickler Savantis und dem beteiligten Markisenunternehmen Vitrona konnte praxis- und zukunftsorientiertes Lehrmaterial entwickelt werden.

"Die Leute sagen schon seit Jahren, dass es eine Ausbildung geben sollte, aber es kam nie richtig in Gang", sagt Marcel Nijman, ein Vertreter von Vitrona. "Alle waren sich einig, dass es notwendig ist, aber niemand hatte Zeit. Wir dachten: Wenn wir weiter warten, wird nichts passieren. Also haben wir mit Volldampf weitergemacht.

Gemeinsam mit Dennis van Leeuwen, Qualitätsbeauftragter bei Vitrona, hat Nijman das Lehrmaterial geprüft, Feedback gegeben und an der Gestaltung mitgewirkt. Das Ergebnis ist ein Wahlfach für Berufsschüler der Mittelstufe mit sieben Theorie- und fünf Praxiskapiteln. Das Lehrmaterial wurde von Savantis im Auftrag von Romazo entwickelt. Die Schüler können das Praktikum in Markisenbetrieben oder in der eigenen Schule absolvieren. Vitrona hat auch die Prüfungen kontrolliert.

"Früher konnte man eine Markise mit ein paar Schrauben aufhängen. Heutzutage muss man sich mit chemischen Dübeln, neuen Fassadenmaterialien, Elektronik, Nachhaltigkeitsanforderungen und intelligenten Systemen befassen", sagt Van Leeuwen. "Der Beruf ist viel breiter und komplexer geworden, und das musste sich im Lehrmaterial widerspiegeln."

Romazo tourt nun durch das Land, um Sekundarschulen für den Beruf zu interessieren. Mindestens 14 Schulen bieten ihn inzwischen an. Außerdem gibt es immer einen Bedarf an Sonnenschutzspezialisten, bei denen die Schüler den praktischen Teil absolvieren können. Manche Unternehmen nehmen sich dafür nicht die Zeit, stellt Nijman fest. "Dies ist jedoch für die Zukunft entscheidend. Wir brauchen immer Leute in der Branche, und dies ist eine gute Möglichkeit, junge Leute auf strukturierte Weise heranzuführen."

Vitrona bot im Februar auch einen Workshop für Lehrer an, um sie auf den Unterricht in dem neuen Fach vorzubereiten. "Die Resonanz war positiv", sagt Van Leeuwen. "Viele Lehrer wussten nicht, dass Sonnenschutz so technisch und vielfältig ist."

Die Wahl des Praktikums im vierten Studienjahr erwies sich als klug. "Wenn man dies im dritten Jahr anbietet, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Studenten ihr Studium nicht beenden und direkt ins Berufsleben einsteigen", sagt Nijman. "Jetzt können sie es mit einem Praktikum abschließen und dann hoffentlich einen Job in der Branche finden."

Das erste Exemplar des Lehrbuchs wurde feierlich an Vitrona übergeben, worauf das Unternehmen sichtlich stolz ist. "Wir hoffen, dass wir damit viele neue Fachleute ausbilden können", sagt Van Leeuwen. "Wir werden uns auch weiterhin engagieren, unter anderem durch die Aktualisierung des Lehrmaterials und möglicherweise durch Gastvorträge." Allerdings sieht er noch Raum für Verbesserungen: "Intelligente Lösungen werden immer noch nicht genug diskutiert. Aber das ist schwierig, weil sie stark markenbezogen sind."

Die Initiative zeigt, was möglich ist, wenn Industrie, Unternehmen und Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten. Oder, wie Nijman es zusammenfasst: "Wenn niemand anfängt, passiert auch nichts. Und jetzt gibt es etwas, auf das wir stolz sein können."

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