Jedes Unternehmen weiß, dass man nie alles auf die Minute genau planen kann. Die Märkte sind nun einmal unbeständig. Aber das, was in den letzten anderthalb Jahren in der Welt - und damit auch in den Niederlanden - passiert ist, macht es noch schwieriger, die kommende Zeit abzuschätzen. Wer weiß: Was wird uns das Jahr 2022 nach zwei Corona-Jahren bringen?

“Zumindest ist das, was wir bei Ausbruch der Pandemie befürchtet haben, nicht eingetreten”, erklärt Robert Bosch von Rainbowsol aus Leerdam. “Im Gegenteil, wir haben uns alle erheblich verbessert, einfach aus dem Grund, dass der Privatmann meist zu Hause saß, sich umschaute und dachte: Ich werde etwas an meinem Haus tun!”
Die Frage ist nun, ob sich dieser Trend im Jahr 2022 fortsetzt. Auch Bosch fällt es schwer, dazu eine Prognose abzugeben. “Tatsache ist, dass Lieferprobleme in der Branche ein Thema geworden sind. Ich denke, davon sind alle betroffen. Und ja, das hat - logischerweise - auch zu Preissteigerungen geführt. Auch für uns bedeutet das, dass wir bis 2022 einen komplett neuen Katalog erstellen müssen.”
“Preiserhöhungen sind natürlich nie schön”, so Bosch weiter. “Aber ansonsten bin ich für unsere Branche eigentlich positiv gestimmt. Was uns allen hilft, ist - so verrückt es auch klingen mag - die Stagnation auf dem Immobilienmarkt. Die Hauspreise sind so hoch wie nie zuvor, was die Zahl der Transaktionen verringert. Die Menschen können es sich finanziell nicht leisten, umzuziehen. Also investieren sie in ihr Eigenheim. Das wird sich auch für unsere Branche auszahlen. Auch wenn noch ungewiss ist, was das Jahr 2022 genau bringen wird, können wir uns schon auf die nächste Saison freuen.”
“Zunächst einmal würde ich dem Handel raten, z. B. in Werbekampagnen, die Verbraucher darauf hinzuweisen, dass sie früher an Jalousien denken sollten. Schließlich will niemand ‘nein’ verkaufen. Wenn der große Boom im Frühjahr 2022 wieder einsetzt, werden sich die Lieferzeiten verlängern. Für die Verbraucher ist es nicht lustig, wenn sie dann wochen- oder gar monatelang auf ihre Außenmarkisen warten müssen, weil die Lieferzeiten in der gesamten Kette ein Problem werden. Regieren heißt vorhersehen. Ich hoffe also, dass die Händler die Verbraucher dazu bringen können, sich früher mit Markisen zu befassen, so dass wir die Aufregung etwas mehr über das Jahr verteilen können.”

“Außerdem erwarte ich mir von unserer Verbraucher-Website einen weiter wachsenden Erfolg für uns. Nein, wir verkaufen nicht direkt an Privatpersonen, aber wir sagen diesen Verbrauchern, dass es uns als Marke gibt. Und dass wir an vielen Orten im Lande erhältlich sind. Wir helfen unseren Händlern, auf dem Markt noch sichtbarer zu werden.”
“All dies ist übrigens nicht ohne Mühe zustande gekommen. Wir arbeiten mit professionellen Online-Vermarktern und Parteien zusammen, die maßgeschneiderte Inhalte liefern. Ich habe festgestellt, dass das alles ein Geschäftszweig ist, der sich ständig verändert, aus dem man aber als Unternehmen viel herausholen kann. Also setzen wir das in Leads für unsere Händler um. Wir haben in dieser Hinsicht zwei sehr gute Jahre hinter uns, aber wir machen weiter!”

“Außerdem werden wir es unseren Filialen in den kommenden Monaten immer einfacher machen, indem wir unseren Verkaufskatalog auch als blätterbare Online-Version anbieten. Das ist nicht nur nachhaltiger als ein Papierkatalog, sondern bietet am Ende auch einfach viel Komfort.” Abschließend. Die Frage, was genau das Jahr 2022 bringen wird, kann ich noch gar nicht beantworten”, so Bosch abschließend ehrlich. “Aber es liegt an uns als professionellem Akteur in der Kette, zu versuchen, die Kontrolle zu behalten, wo immer es möglich ist. Mit dem ultimativen Ziel, die Begeisterung in allen unseren Filialen zu steigern.”