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Markisen Niederlande: ‘Vom notwendigen Übel zum puren Luxus’
Aluminiummarkisen an einem Wohnhaus. Moderne Technik kombiniert mit nostalgischem Flair.

Markisen Niederlande: 'Vom notwendigen Übel zum reinen Luxus'

Johan Hol hat sich zusammen mit seinem Kollegen Aart van den Berg und ihrem Team von Markiezen Nederland zum Ziel gesetzt, die Niederlande ein bisschen schöner zu machen. “Wissen Sie, was schön ist?”, sagt Hol. “Wir haben nicht nur viel Freude daran, unsere Markisen herzustellen, sondern unsere Kunden passen auch wirklich zu uns. Unsere Händler verkaufen die Markisen mit derselben Freude, mit der wir sie herstellen. Das motiviert uns, noch einen Schritt weiter zu gehen.” 

Eigene Pulverbeschichtungsabteilung und CNC-Maschine

Die Einrichtung einer eigenen Pulverbeschichtungsabteilung für Aluminiumprofile und einer CNC-Maschine zeigt, dass es in Culemborg ernst gemeint ist. Markiezen Nederland möchte gerade unter schwierigen Bedingungen flexibel bleiben. “Schauen Sie sich nur die weltweiten Folgen von Corona an. Ganze Logistikketten sind dadurch zusammengebrochen und die Lieferzeiten haben sich stark verlängert. Gleichzeitig haben wir einen beispiellosen Anstieg der Beliebtheit von Sonnenschutzprodukten erlebt. Die Menschen konzentrierten sich auf ihre eigene Umgebung, renovierten ihr Haus und ihren Garten und wollten zu Hause genießen. Die Sonnenschutzvorrichtungen waren also heiß begehrt! Indem wir so viel wie möglich selbst in die Hand nehmen und über ausreichende Lagerbestände verfügen, können wir als Markiezen Nederland weiterhin mit normalen Lieferzeiten arbeiten, was andere oft nicht können. Das ist auch für den Händler von Vorteil: Er hat einen schönen Vorteil gegenüber dem Verbraucher. Dieser achtet weniger auf den Preis als vielmehr auf die Verfügbarkeit. Es handelt sich eigentlich um einfache Marktkräfte.” 

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Markisen sind eine sehr alte Lösung, um verderbliche Waren vor der Sonne zu schützen.

Die ‘Mutter aller beweglichen Sonnenschutzvorrichtungen’

Johan Hol gibt seine Sicht auf die Geschichte der Sonnenschutzvorrichtungen wieder. “Die Markise war in der fernen Vergangenheit die erste Form einer bedienbaren Sonnenschutzvorrichtung. Bis dahin benutzten die Menschen vor allem Tücher vor den Fenstern oder Stoffe, die an der Fassade befestigt wurden und vorne auf Stangen ruhten. All dies waren improvisierte Konstruktionen, die vor allem in innerstädtischen Gebieten bei Geschäften zum Einsatz kamen. Das Auf- und Abbauen jeden Morgen und jeden Abend war für den Ladenbesitzer eine wenig angenehme Aufgabe. Solche selbst entwickelten Lösungen sieht man heute noch, vor allem aber in Ländern der Dritten Welt. Wie schön muss es gewesen sein, als ein kluger Zimmermann – oder war es vielleicht ein Segelmacher oder Sattler – auf die Idee kam, ein Tuch auf einen zusammenklappbaren Rahmen zu spannen? Der bedienbare Sonnenschutz war geboren und wurde ‘Markise’ genannt. Wer einen Sonnenschutz wollte, der länger als eine Saison hielt, investierte in eine Markise. Und es funktionierte!” 

“Dank unserer Nostalgie gilt die Markise von damals heute als authentischer Sonnenschutz, als Schmuckstück an der Fassade”, meint Johan Hol. “Das ist doch logisch, oder? Denn formtechnisch hat eine Markise viel mehr zu bieten als andere Sonnenschutzvorrichtungen. Die Wahl wird heute vor allem aus Luxusgründen getroffen. Dass die heutigen Markisen aus Hightech-Materialien hergestellt werden, ist ein schönes Verkaufsargument. Aber glauben Sie mir, in dem Moment, in dem Sie das sagen, hat sich der Verbraucher bereits verliebt.” υ

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